Diabetes:  Alle im Treff Forum Gästebuch
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Diabetiker haben es im Alltag oft schwer. Ganz normale Dinge können einem Diabetiker manchmal Probleme bereiten. Hier findest Du zahlreiche Tipps, wie Du als Betroffener Dein Leben meisterst.

Mitglieder fragen und die Botschafterinnen antworten

Viele allgemeine aber auch spezielle Fragen sind an unsere beiden Botschafterinnen eingegangen. Fachkundig und kompetent wurden sie beantwortet und vielleicht bekommen auch Sie ein paar Anregungen und Tipps für den richtigen Umgang mit der Krankheit.

Doris E. (72 Jahre) schrieb:

Sehr geehrte Frau Christofori,

leider konnte ich bis heute nirgendwo erfahren, wie hoch normale Zuckerwerte eigentlich sein sollten. Man erfährt nur den Nüchternzuckerwert. Man sollte angeblich ab und zu seinen Zuckerwert prophylaktisch vor dem Mittagessen, 2 Stunden nach demselben und um 22 Uhr wieder ermitteln. Weder mein Arzt noch meine Apotheke wissen aber, wie hoch letztere Werte eigentlich normal sein müssten.

Könnten Sie mir vielleicht diese Frage beantworten?

Mit herzlichem Dank und freundlichen Grüßen

Doris E.

Karin Christofori antwortete:

Guten Tag Frau E.,

von der Deutschen Diabetes Gesellschaft gibt es hierzu folgende allgemeine Empfehlungen. Die Praxisleitlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft von 2002 empfehlen folgende Behandlungsziele:
Nüchtern:
90 - 120 mg/dl (5,0 - 6,7 mmol/l)
1-2 Stunden nach den Mahlzeiten (postprandial):
130 - 160 mg/dl (7,2 - 8,9 mmol/l)
vor dem Schlafengehen:
110 - 140 mg/dl (6,1 - 7,8 mmol/l)

In jedem Fall sollte Ihr behandelnder Arzt mit Ihnen Ihre individuellen Zielblutzuckerwerte besprechen.

Freundliche Grüße
Karin Christofori

Franz S. (63 Jahre) schrieb:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit 1956 Diabetiker, Typ 1. Damals wusste man mit Diabetes noch kaum umzugehen, es gab auch nur zwei Arten von Insulin (Schweine- und Rinderinsulin). Erst als die großen Firmen (etwa Bayer) das Potenzial erkannten, wurde geforscht, so dass die heutige Insulinpalette entstehen konnte. Ich lebe in Innsbruck (Tirol), hier ist man mit Diabetes gekennzeichnet. Ich war auch kurze Zeit beim Deutschen Diabetikerbund, musste allerdings wieder austreten, da die Entfernungen einfach zu groß gwesen sind und ich voll arbeiten gehen musste. Ich bitte weiterhin um den Newsletter, weil viele interessante Dinge drinnen stehen und ich jetzt in der Pension mehr Zeit habe.

Mit freundlichen Grüßen
Franz S.

Karin Christofori antwortete:

Hallo Herr S.,

der Deutsche Diabetiker Bund ist eine eigenständige Institution, die Betroffene gegründet haben. Der Newsletter des Diabetes Bundes steht den Mitgliedern zur Verfügung. Wenn Sie den Newsletter weiterhin erhalten möchten, müssen Sie im DDB Mitglied sein.

Freundliche Grüße
Karin Christofori

Christa Z. (64 Jahre) schrieb:

Sehr geehrte Damen,

ich bin seit kurzem Diabetikerin. Mein Langzeitwert ist 6,2 - 6,3. Nun meint mein Hausarzt, ich soll Süßes ganz weglassen, dann könnte ich ohne Tabletten weiterleben. Nun habe ich durch meinen Apotheker erfahren, daß es Zimtkapseln gibt. Die sollen die Zuckerwerte regulieren. Mein Arzt dagegen meint, man darf nicht zuviel davon nehmen. Was ist nun zu viel? Und muss man die jeden Tag einnehmen, oder nur, wenn man ein Stück Kuchen usw. gegessen hat. Ich bin schon sehr bemüht, mich an die Ernährungsregeln zu halten und beweege mich auch viel.

Ich würde mich freuen, wenn sie mich diesbezüglich beraten könnten!

Mit freundlichen Grüßen
Christa Z.

Karin Christofori antwortete:

Hallo Frau Z.,

wir zitieren einen Auszug aus der Stellungnahme der DDG 11/2005:

Es kann nicht empfohlen werden, zusätzlich oder anstelle von gut geprüften Antidiabetika Zimt oder andere Naturstoffe zu verwenden.
Dies gilt besonders für nicht näher bewertbare, pflanzliche Stoffe enthaltende Nahrungsergänzungsmittel, die keine Zulassung als Arzneimittel haben und daher nicht den pharmakologischen, klinischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen an ein Arzneimittel genügen.

Freundliche Grüße
Karin Christofori

Anneliese S. (53 Jahre) schrieb:

Hallo,

ich bin eine 53-jährige Krankenschwester und würde gerne von Ihnen wissen, welche Voraussetzungen ich brauche, um eine Diabetesberaterin oder Diabetesschwester zu werden. Ich wohne in Bayreuth und arbeite im Klinikum. Da ich aus dem Schichtdienst raus möchte und den regelmäßigen Dienst bevorzuge, würde ich gerne noch nebenberuflich tätig sein. Da bei mir in der Familie auch Diabetes bekannt ist, interessiere ich mich sehr dafür. Früher war ich bei Fresenius lange Zeit Ernährungsschwester im enteralen Gebiet. Würde mich über eine Antwort von Ihnen sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Anneliese S.

Karin Christofori antwortete:

Sehr geehrte Frau S.,

für die Weiterbildung Diabetesberaterin DDG ist die Deutsche Diabetes Gesellschaft zuständig. Informationen finden Sie im Internet unter www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de. Klicken Sie dort auf Fortbildungen DDG und dann auf Diabetesberaterin DDG.

Mit freundlichen Grüßen
Karin Christofori

Roland B. (58 Jahre) schrieb:

Sehr geehrte Frau Schimmel,

im Namen meiner Mutter wende ich mich an Sie. Meine Mutter, 71 Jahre, Typ 2 Diabetikerin seit ca. 1 Jahr, bisher mit Diät ganz gut eingestellt, möchte wissen, ob die neuen Insuline für sie geeignet sind. Sie möchte nicht spritzen wie ich. Ich bin Typ 1 Diabetiker. Sie hat in einer Gesundheitssendung Anfang April davon gehört, dass man neue Medikamente in Deutschland auf den Markt gebracht hat, die wie Insulin wirken, aber kein Insulin sind. Können Sie mir sagen, wie dieses Produkt heißt, wie es wirkt und ob es für meine Mutter geeignet ist?

Ihr Roland B.
Elisabeth Schimmel antwortete:

Sehr geehrter Herr B.,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage zu den neuen Medikamenten für die Behandlung des Menschen mit Typ 2 Diabetes. Die in der Gesundheitssendung gezeigten Medikamente sind keine Insuline.

Anbei einige Informationen zu den neuen Produkten:

1. Medikamentenname Byetta = Wirkstoff Exenatide

Byetta ähnelt dem menschlichem Darmhormon GLP-1. GLP-1 wird nach Aufnahme von Kohlenhydraten aus dem Darm ausgeschüttet und reguliert die Insulinfreisetzung aus der Bauchspeicheldrüse. Bei Menschen mit Typ 2 Diabetes ist dieser Effekt deutlich vermindert. Byetta hat ähnliche Wirkung wie das körpereigene GLP-1, wirkt aber länger. Bei Kohlenhydrataufnahme erhöht es die Menge des von der Bauchspeicheldrüse an das Blut abgegebenen Insulins. Dabei wird das Insulin in Abhängigkeit von der Höhe des Blutzuckerspiegels freigesetzt. Außerdem bremst es die Abgabe von Glukagon und so die Glukosefreisetzung aus der Leber. Es besteht keine Gefahr eine Unterzuckerung zu bekommen. Byetta ist eine Injektionslösung, als gebrauchsfähiger Injektionspen erhältlich und muss 2x täglich, morgens und abends, gespritzt werden.

2. Medikamentenname Januvia = Wirkstoff Sitagliptin

Das natürliche menschliche Darmhormon GLP-1 welches im menschlichen Darm gebildet wird, wird durch das körpereigene Enzym DPP4 sehr schnell inaktiviert. Hier setzt das Medikament Januvia an, es blockt die Wirkung des Enzym DPP4, dadurch wird die Wirkung des körpereigenen GLP1 Spiegel erhöht. Januvia wird 1x täglich in Tablettenform eingenommen, unabhängig von der Nahrungsaufnahme.

Die Entwicklung auf diesem Gebiet scheint noch nicht abgeschlossen zu sein. Ob diese Medikamente für die Therapie Ihrer Mutter geeignet sind, besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Mit freundlichen Grüssen
Anne Lütke Twenhöven

Dagmar-Brigitte N. (65 Jahre) schrieb:

Hallo Frau Christofori,

bitte seien Sie nicht böse mit mir, aber ich habe das Gefühl, dass mit der Diagnose des sogenannten Alters-Diabetes reichlich Schindluder getrieben wird.

Zwar liegt mein Studium der Humanmedizin schon etwas zurück, aber ich bilde mir ein, nicht alles vergessen zu haben. Trotzdem zeigt die regelmäßige Kontrolle meines vor zwei Jahren diagnostizierten Altersdiabetes sehr merkwürdige, für mich nicht nachvollziehbare Blutzuckerwerte, die völlig unabhängig von Diätsünden auftreten.

Wenn ich beispielsweise abends reichlich Bonbons und Schokolade genascht habe und mein Nüchternzucker morgens nur 114 beträgt, nach einem Frühstück mit zwei Vollkornbrötchen und reichlich Schinken 2 Stunden postprandial nur 98 anzeigt, frage ich mich ernsthaft, wozu ich mich mit den ganzen Diätvorschriften abquälen soll.

Mein bisher höchster Wert von 214 trat einmalig nach dem Genuss von zwei Brötchen mit Gänseschmalz auf, war aber 4 Stunden später wieder auf 95 gesunken. Ein erneuter Versuch mit Gänseschmalz lag dann postprandial nach 2 Stunden nur noch bei 135 oder 117.

Bedenkt man, dass ich für 50 Teststreifen Mikrofill in der Apotheke 36,62 Euro zahlen müsste, stellt sich für mich die ganze Panikmacherei als ein Supergeschäft für Pharmakonzern und Apotheke dar, selbst wenn ich glücklicherweise bei einer Versand-Apotheke "nur" 26,90 Euro zahle.

Schaue ich mir dann eine Freundin an, die sich wegen dieses Diabetes fast alles "verkniffen" hat, das höchste der Gefühle war ein Gummibonbon, und die dann innerhalb von zwei Tagen an einem Herzinfarkt verstarb, obgleich sie nie Herzprobleme hatte, macht mich diese ganze Hysterie richtig wütend.

Ich bin jetzt 65 Jahre alt und nicht scharf darauf, noch mehr als 10 Jahre zu leben und nicht das essen zu dürfen, worauf ich Appetit habe. Schließlich haben wir lange genug in der Nachkriegszeit gedarbt.

Bitte erklären Sie mir, wie es zu diesen merkwürdigen Werten des Blutzuckers kommt und ob man mich tatsächlich mit den relativ niedrigen schwankenden Werten als Altersdiabetikerin betrachten muss.

Mit freundlichen Grüßen
Dagmar-Brigitte N.

Karin Christofori antwortete:

Sehr geehrte Frau N.

vielen Dank für Ihre E- Mail.

Ihrem Anschreiben entnehmen wir, dass bei Ihnen ein Typ 2 Diabetes diagnostiziert wurde. Bei dieser Erkrankungsform stellt die Bauchspeichdrüse zwar noch Insulin her, doch es wirkt nicht mehr richtig. Die Unterempfindlichkeit für das körpereigene Insulin (=Insulinresistenz) wird durch Übergewicht und Bewegungsmangel noch verstärkt.

Unterschiedliche Blutzuckerwerte haben folgende Ursache:

* bestehender Blutzucker zum Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme
* Bewegungsablauf verstärkt oder schwach
* Insulinproduktion der eigenen Bauchspeicheldrüse
* Anzahl und Art der Kohlenhydrate in den einzelnen Mahlzeiten
* Wirkung blutzuckersenkender Medikamente

Die Therapie ist abhängig vom Diabetes-Typ, vom Alter und der individuellen Lebenssituation. Gemeinsam mit Ihrem Arzt sollten Sie ein Therapieziel bezüglich Ihrer Blutzuckerwerte festlegen.

Mit freundlichen Grüssen
Karin Christofori

Edmund B. (73. Jahre) schrieb:

Hallo,

Ich freue mich , dass ich als Feierabend-Mitglied zu obigem Thema Fragen stellen darf. Hier mein Problem: Beim Zusammentreffen mehrerer Ernährungsprobleme haben ich bzw. meine Frau Schwierigkeiten das Richtige einzukaufen:

1. Diabetes: z.B. schwarze Brotsorten, kein Zucker (Backwaren
für Diabetes usw.)

2. Cholesterin : Fett wie z.B. Becel, fettarmerr Käse bis 30 %, wenig Wurst usw.

3. Gicht, also purinarm: kein Hering, bestimmte Gemüse nicht, keine Hülsenfrüchte usw.

Was bleibt in der Kombination obiger DREI unbedenklichen?

a) Was noch vom FISCH: Makrele und Lachs?
b) Was noch vom Gemüse: Nur feine Mohrrüben?
c) z.B. fettarmer Quark und?

Gerade die Kombination macht das PROBLEM (bei 73 Jahren/männlich). Monatlich wird beim Hausarzt kontrolliert, so dass z.Zt. nur ASS 100 (wegen 2 x Infarkt ), Glimepirid 2 mg 1 x früh + Pravastatin jeden 2. Tag am Abend 10 mg verabreicht werden.

Was empfehlen Sie?

Vielen Dank für Ihre Mühe im voraus.
Edmund B.

Karin Christofori antwortete:

Sehr geehrter Herr B.,

Welche Ernährungsempfehlung für Sie geeignet ist, kann nur in einer individuellen Ernährungsberatung erstellt werden. Alter, Größe, Gewicht, bestehende Erkrankungen, Ernährungsgewohnheiten, eventuelle Medikamenteneinnahme, körperliche Aktivitäten werden berücksichtigt und eine Ihren persönlichen Bedürfnissen angepasste Ernährunsempfehlung gegeben.

Fragen Sie Ihren behandelnden Arzt nach einer fachkompetenten Beratung oder wenden Sie sich an den Sachbearbeiter ihrer Krankenkasse und bitten um Anschriften von freiberuflichen Ernährungsfachkräften.

Folgende Links geben Auskunft über freiberuflich tätige Ernährungsfachkräfte:

* www.vdd.de (Verband der Diätassistentinnen)
* www.vdoe.de (Verband der Oecotrophologinnen)

Entstehende Kosten werden unter bestimmten Voraussetzungen von den Krankenkassen zum Teil erstattet. Bitte vorher bei dem zuständigen Sachbearbeiter eine eventuelle Kostenübernahme abklären.

Mit freundlichen Grüssen
Karin Christofori

Anneliese P. schrieb:

Hallo Frau Schimmel,

ich bin sehr froh, dass es bei Feierabend nun jemanden gibt, dem man auch mal einige Fragen stellen kann, bei den Ärzten ist man nicht sehr gut aufgehoben.

Ich habe nach längerer Cortisoneinnahme Diabetes und zwar liegt der Langzeitwert bei 7,2. Bei den Ärzten ist das nicht weiter schlimm, nur weiß ich nicht, ob diese Mundtrockenheit ebenso wie Probleme mit Gleichgewicht halten, wenn ich müde bin, auch mit Diabetes zusammenhängen. Ich nehme Morgens eine Tbl. Gliben 3,5, halte mich an die Ernährung und hätte gerne gewusst, was es sonst noch für Nebenwirkung haben kann.

Für eine Antwort wäre ich sehr Dankbar.
Anneliese P.

Elisabeth Schimmel antwortete:

Sehr geehrte Frau P.,

vielen Dank für Ihr E-Mail vom 12.05.2007.

Cortison zählt zu den Hormonen und hat eine stark entzündungshemmende Wirkung. Es vermindert die Reaktion des Körpers auf einen Entzündungsreiz. Nebenwirkungen sind heute seltener, weil heute mittlerweile bekannt ist, daß gerade die Dosierung und die Behandlungszeit eine große Bedeutung für das Auftreten von unerwünschten Wirkungen haben. Die von Ihnen beschriebenen Symtome von Mundtrockenheit, Müdigkeit, können auch mit Ihrer Erkrankung Diabetes mellitus zusammenhängen.

Zur genauen Abklärung wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt.

Mt freundlichen Grüssen
Elisabeth Schimmel

Eberhard B. (76 Jahre) schrieb:

Hallo und guten Tag,

ich bin seit ca. 4 Jahren Diabetiker, nehme Medikamente und messe meinen Blutzucker mit einen Gerät: GlucoMen. Von Zeit zu Zeit benötige ich Teststreifen, die ich aber nur in größeren Packungen erhalte: 2 Behälter zu je 25 Stck., also pro Kauf 50 Stck. Beim Durchlesen der Packungsbeilage wird darauf hingewiesen, dass es nur 2 Monate Gültigkeit hat und es im Nachhinein keine Garantie für die Messgenauigkeit gibt. Der Preis liegt bei ca 35 Euro. Lohnt es sich noch solche Messungen durchzuführen? Ein ähnliches Schreiben habe ich an den Hersteller geschickt, eine Antwort habe ich erhalten, es gibt nur diese große Packung. Was soll ich machen ?

Vielen Dank
Eberhard B.

Karin Christofori antwortete:

Sehr geehrter Herr B.,

vielen Dank für Ihre Anfrage zu den Sensoren. Blutzuckerteststreifen werden in unterschiedlichen Verpackungsgrössen, meist in der 50-er Einheit angeboten. Die Sensoren sollen immer nur nach Angaben des Herstellers verwendet werden (siehe Beipackzettel).

Es gibt Blutzucker-Meßgeräte, bei denen die Teststreifen nach Anbruch der Dose 6 Monate haltbar sind. Andere Sensoren sind einzeln verpackt und bis zu dem aufgedruckten Haltbarkeitsdatum (meist ein Jahr) verwendbar, z.B. die Teststreifen der Ascensia Blutzuckermessgeräte BREEZE und CONTOUR der Firma Bayer.

Bitte besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt, wann und wie oft Sie die Messungen durchführen müssen. Das ist abhängig von der Art Ihrer Therapie.

Mit freundlichen Grüßen
Karin Christofori

Christel (70 Jahre) schrieb:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich leide an einem leichten Diabetes, den ich lt. meinem Diabetologen mit mehr Bewegung und Gewichtsreduzierung in den Griff bekommen soll. Da ich mich wegen einer schmerzhaften Kniearthrose nicht so viel bewegen kann nehme ich laufend zu. Darf ich denn jetzt fast nichts mehr essen, oder gibt es eine Möglichkeit zur Abnahme? Vielleicht haben Sie einen guten Tipp für mich. Ich bin 70 Jahre und wiege bei 1.67 m momentan (mein höchstes Gewicht im Leben) 80 kg. Für eine Nachricht wäre ich sehr dankbar.

Freundliche Grüße
Christel v. d. L.

Karin Christofori antwortete:

Sehr geehrte Frau von der L.,

welche Ernährungsempfehlung für Sie geeignet ist, kann nur in einer individuellen Ernährungsberatung erstellt werden. Alter, Größe, Gewicht, bestehende Erkrankungen, Ernährungsgewohnheiten, eventuelle Medikamenteneinnahme, körperliche Aktivitäten werden berücksichtigt und eine Ihren persönlichen Bedürfnissen angepasste Ernährunsempfehlung gegeben.

Fragen Sie Ihren behandelnden Arzt nach einer fachkompetenten Beratung oder wenden Sie sich an den Sachbearbeiter ihrer Krankenkasse und bitten um Anschriften von freiberuflichen Ernährungsfachkräften.

Folgende Links geben Auskunft über freiberuflich tätige Ernährungsfachkräfte.
* www.vdd.de (Verband der Diätassistentinnen)
* www.vdoe.de (Verband der Oecotrophologinnen)

Entstehende Kosten werden unter bestimmten Voraussetzungen von den Krankenkassen zum Teil erstattet. Bitte vorher bei dem Sachbearbeiter Ihrer Kasse Informationen dazu einholen.

Freundlich Grüße
Karin Christofori

Ilka W. (63 Jahre) schrieb:

Hallo,

ich bin 63 Jahre alt und habe seit 2 Jahren Diab.II. Ich werde mit Metformin behandelt, 2 x am Tage 1000 mg. Erst hatte ich Schwierigkeiten mit dem Metformin, habe dann Siofor bekommen und hatte dann aber auch noch 6 Wochen Durchfall und ständige Übelkeit. Das hatte sich dann gegeben, aber der Zucker wurde nie wesentlich besser. Jetzt hatte ich vor 4 Wochen eine Katheteruntersuchung, musste Siofor absetzen. Ich habe dann in der Klinik Altinsulin bekommen, da war ich dann fast jede Nacht unterzuckert und gegen morgens um 5 Uhr hatte ich dann wieder 160-200. 4 Tage nach der Untersuchung habe ich dann wieder mit Siofor angefangen und hatte wieder 14 Tage lang selbige Probleme mit Durchfall & Co. Seitdem komme ich aber jeden Morgen mit 150-160 aus der Nacht. Gestern habe ich es abends noch mal gewagt ein Stück Birne zu essen, da hatte ich dann 230. Ich war auch schon mal wieder bei meiner Diabetesberaterin, die sagte aber, ich habe einen Langzeitwert von 6,1, das wäre ja nicht so schlecht. Da ich aber gerne weiter etwas abnehmen möchte, esse ich gerne mal Obst, kann es mir aber wegen der folgenden Werte nicht erlauben. Vor 2 Jahren sagte mir die Ärztin, wenn ich etwas abnehme, werden auch die Zuckerwerte wieder besser, aber das Gegenteil ist eingetreten, je mehr ich abnehme, desto höher wird der Blutzucker. Haben sie einen Rat für mich?

Herzlichen Dank schon mal und liebe Grüße
Ilka W.

Elisabeth Schimmel antwortete:

Sehr geehrte Frau W.,

ja, die Problematik, dass Siofor Durchfall und Übelkeit besonders bei sofortiger Gabe von 2 x täglich 1000 mg verursachen kann, ist bekannt. Abhilfe kann hier das Einschleichen von Siofor über mehrere Tage bringen. Treten nach der Einschleichphase weiterhin diese Symptome auf, ist zu erwarten, dass es ein Dauerzustand bleibt. Mein Tipp: Besprechen Sie mit ihrem Arzt in diesem Fall eine Medikamentenumstellung.

Ihre erhöhten Nüchtern-Blutzuckerwerte stehen nicht im Zusammenhang mit Ihrer Gewichtsreduktion, zu der ich Ihnen gratuliere! Typ 2 Diabetes bedeutet, dass die eigene Insulinbildung langsam nachlässt. Obst, also auch Birne, lässt den Blutzucker rascher ansteigen als zum Beispiel eine Scheibe Vollkornbrot. Ihr vorhandenes Rest-Insulin ist bei Lebensmitteln, die den Blutzucker langsam ansteigen lassen, besser in der Lage, Ihren Blutzucker zu regulieren. Hierzu mein Tipp: Ihre Diabetesberaterin kann Ihnen dabei helfen, Obst in kleinen Portionen in Ihren Ernährungsplan einzubauen, ohne dass Ihr Blutzucker zu rasch zu hoch ansteigt. Ihr HbA1c (Langzeitwert) von 6,1 % ist wirklich gut. Eine Insulinspritze ist demnach noch nicht erforderlich.

Ich hoffe, die Katheteruntersuchung hat ein gutes Ergebnis erbracht. Auch dies spricht dann dafür, weiterhin auf die Insulinspritze zu verzichten. Ihr Arzt hat dies sicher mit Ihnen besprochen.

Weiterhin viel Erfolg wünscht
Elisabeth Schimmel

Kurt B. (74 Jahre) schrieb:

Ich bin Jahrgang 1933. Ich habe normalen Blutdruck, der untere sogar sehr tief, 64-65, Cholestrinwerte sind sehr gut, Gewicht bei einer Grösse von 1.76 ca. 79-80 Kilo, Taille 100 cm (scheint mir für einen Mann meines Alters ziemlich normal zu sein). Ich fühle mich fit und gesund (hatte schon einige Jahre keine Grippe oder andere Krankheit mehr), bin Nichtraucher und trinke fast keinen Alkohol. Nun habe ich seit 2 Jahren erhöhten Blutzucker, das geht von nüchtern von 8, 9-10 (Schweizer Werte). Im Laufe des Tages sinkt er dann meistens. Die typischen Anzeichen für zu hohen Blutzucker, wie starke Durstgefühle, Müdigkeit, häufiges Wasserlassen usw. habe ich nicht.

Eine Diätberatung hatte ich, aber die musste zugeben, dass wir nicht schlecht essen. Meine Ärztin will mir jetzt unbedingt Tabletten verschreiben, die ich aber schlecht vertrage. Ich bin nun der Meinung, dass ich keine Risikofaktoren habe und deshalb die Auswirkungen des erhöhten Blutzuckers, die man mir warnend vorhält, kaum eintreten werden (oder vielleicht erst, wenn ich 90 bin). Müsste man doch nicht vielleicht die Normen für Menschen in meinem Alter etwas flexibler gestalten? Es ist mir klar, sollte der Blutzucker mehr und mehr steigen, müsste man sicher etwas tun. Aber ich möchte nicht, da ich immer sehr gesund war (das Herz habe ich wie ein 20-Jähriger, wurde mir noch vor einem Jahr bestätigt) mich mit Tabletten krank machen.

Ein vollständig verunsicherter Anfrager
Mit freundlichen Grüssen Kurt B.

Karin Christoforie antwortete:

Sehr geehrter Herr B.,

wie ich Ihrem Schreiben entnehme, liegt Ihr Nüchternblutzucker zwischen 8 bis 10,0 mmol/l.

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft empfiehlt einen Nüchternblutzucker, der die Marke von 6,1 mmol/l nicht übersteigen soll. Um körperlich auch weiterhin keine gesundheitlichen Probleme zu bekommen, sollte Ihr Nüchternwert an die Empfehlungen Ihres behandelnden Arztes angepasst werden. Dazu ist oftmals eine Medikamenteneinnahme notwendig. Ihr hoher Nüchternblutzucker ist ein Risikofaktor und gesundheitliche Probleme können schneller auftreten, als einem lieb ist. Falls Ihre jetzt verordneten Medikamente schwer verträglich sind, besprechen Sie dies bitte mit Ihrem Arzt, er wird Ihnen dann ein anderes Produkt verschreiben.

Mit freundlichen Grüssen
Karin Christofori

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