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Reise nach Breslau und Krakau
Pfingsten 2005

Wir haben unsere Pfingstfeiertage heuer in Breslau und Krakau verbracht
und darüber möchte ich gerne berichten.



Unsere kleine Reisegruppe (11 Personen) fuhr am Freitag vor Pfingsten vom
Hermsdorfer Kreuz ab Richtung Breslau. Nach einigen Stunden Busfahrt trafen
wir gegen Abend in unserem Hotel im Stadtzentrum von Breslau ein.



Am nächsten Tagen konnten wir bei einer Führung die nach dem Krieg
im Stadtkern liebevoll wieder hergestellte Stadt Breslau bewundern.



Es leben fast 650 000 Menschen in dieser Stadt an der Oder die von be-

deutenden Denkmälern der Gotik, der Renaissance und des Barock geprägt ist.

Das gotische Rathaus mit seiner ziegelroten Fassade und seiner astronomischen
Uhr befindet sich in der Mitte des altstädtischen Marktes am zentralen Platz
(sog. Rynek = Ring) und ist ebenso beindruckend wie die prächtigen Fassaden
der Bürgerhäuser die oftmals ein barockes Äußeres präsentieren.



Breslau wurde gegen Ende des zweiten Weltkrieges zur Festung erklärt und
nach Ende des Krieges war 70 % von Breslau zerstört.
Nachdem die deutschen Einwohner geflohen waren oder vertrieben wurden,
fanden hier Flüchtlinge aus der vormals polnischen Ukraine eine neue Heimat.







Das gotische Rathaus









Eines der wunderschön hergerichteten Bürgerhäuser am Rynek.





Etwas Besonderes ist der Besuch des Domes auf der Dominsel.
Die Kathedrale ist Johannes dem Täufer gewidmet.
Den Hauptaltar von 1522 schuf einer der Schüler von Veit Stoß.
Der im 14. Jh. erbaute Dom wurde 1945 durch eingelagerte Munition
weitgehend zerstört und 1971 rekonstruiert.







Hauptaltar im Dom











Am nächsten Tag ging unsere Busfahrt weiter in Richtung Krakau.



Auch hier waren wir fast den ganzen Tag unterwegs, aber wir konnten noch frühabends in Krakau auf dem großen Marktplatz flanieren inmitten der Altstadt. Der ganze Platz ist von einladenden Straßencafes und Restaurants umsäumt, es ist eine herrliche Atmosphäre, viele Leute gehen hier spazieren um sich zu unterhalten und evtl.Bekannte zu treffen und so den Abend miteinander zu verbringen.





Krakau hat ca. 740 000 Einwohner und ist eine moderne Metropole mit traditionsreicher Universität und Forschungsinstituten.
Im 11. Jh. war Krakau unter Kazimierz dem Erneuerer die offizielle Hauptstadt Polens.



1978 zeichnete die Unesco die sorgfältig bewahrte Altstadt als Weltkulturerbe
aus und im Jahr 2000 erhielt die kunst- und kulturbeflissene Stadt den
Titel einer der Kulturhauptstädte Europas.



Bei unserer Stadtführung am nächsten Tag besuchten wir zuerst den Wawel,
den Krakauer Schlossberg am Ufer der Weichsel, mit seinem Schloss und der
Kathedrale der hll. Wenzel und Stanislaus in der fast alle polnischen Könige gekrönt wurden und auch ihre letzte Ruhestätte fanden.







Die Kathedrale auf dem Wawel







Nach einem kurzen Fußmarsch durch die Altstadt und über den Marktplatz mit seinen ehemaligen Tuchhallen, in denen heute unzählige Stände Kunsthandwerk anbieten, besichtigten wir die Marienkirche die im Inneren ein besonders Glanzstück besitzt.
Es ist ein von Veit Stoß geschaffener Hauptaltar aus Lindenholz in spätgotischer
Holzschnitzkunst. Im Mittelpunkt des Altars ist die anrührende Szene vom Tod Marien dargestellt.



Nach einem wunderschönen Nachmittag auf dem Marktplatz von Krakau und einem sehr guten Essen in einem der schönen Lokale am Abend, hieß es am nächsten Tag Abschied nehmen und wir mußten unsere Heimreise antreten.
Die beiden Städte haben uns sehr beeindruckt und wir denken gerne
an diesen Kurztripp zurück.





Hauptaltar von Veit Stoß in der Marienkirche in Krakau.




by Vinci



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