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Eine wahre Geschichte


Leute demonstrieren vorm Webcafé

FALKENS-MAZE ältestes Internet Cafe Deutschland geschlossen

Das verschlossenes MAZE Internet-Cafe, das Clublokal der Frankenfreaks Nürnberg - Regional ist out!

Das Ende

Mann sitzt am Computer
15 Frankenfreaks stehen vor verschlossenen Türen,
ihres einst so heiss geliebten Falken's-Maze in Fürth, dem ältesten Internet-Cafe in Deutschland,
und dem ältesten Internet-Cafe auf dem europäischen Festland, welches übrigens am 01. Juli 2004 das "10 jährige Bestehen" gefeiert hätte. Und nun dieses ENDE.

MEMOIREN hier nachzulesen


Ein Unheil kommt selten allein

E-Mail als Ausdruck
So möchte ich meinen Vorspann bzw. Untertitel nennen, denn als ich am Morgen des 22.03.2004
so gegen 8.00 Uhr meinen Computer einschaltete, um meine Mail's abzuholen, traute ich meinen Augen nicht.

Unter den ca. 80-100 Spam Mails, welche ich jeden Morgen routiniert lösche, war auch eine, die ich aufmerksam zu lesen begann und immer wieder las, ich wollte es nicht wahr haben, was da geschrieben stand.

Zum ersten, dass wir "Die Frankenfreaks" unser heiss geliebtes Maze nicht mehr haben und zum zweiten, dass es ausgerechnet erst heute mitgeteilt wird, wo wir doch heute Montag 22.03.2004 um 15.00 Uhr im MAZE unserem Clublokal unser Treffen haben sollen. Wir waren immer stolz auf unser Falken's-Maze, da wir auch die einzige Region bei Feierabend sind, welche ein Internet-Cafe als Clublokal kostenlos nutzen konnte!

Was nun?

Aussenansicht einer Gaststätte
Jetzt war guter Rat teuer! Eine Mail raus jagen, an alle die sich für das Treffen eingeloggt haben war mein erster Gedanke, jedoch verwarf ich diesen schnell wieder, denn da eine gewisse Anzahl der Mitglieder leider immer ohne einzuloggen kommt, wäre es ein aussichtsloser Versuch gewesen meine leidige Information an die Frau bzw. den Mann zu bringen.

Auch war anzunehmen, dass von den bereits eingeloggten Mitgliedern kaum einer heute nochmals seine Mailbox konsultiert und meine negative E-Mail zu Gesicht bekommen hätte.

Mein Entschluß stand also fest, wir fahren unbedarft zum Maze und klären erst vor Ort was Sache ist. Als ich meiner Frau diesen Schritt der Vorgehensweise erläuterte, befand sie es auch für gar nicht so schlecht. Damit ich jedoch der Angelegenheit nicht ganz unvorbereitet gegenüberstehe, wollte ich schon mal meine Fäden ziehen und gewisse Vorbereitungen treffen.

In diesen 6 Stunden ging mir wer weis was durch den Kopf, um diese für uns Frankenfreaks unschöne, negative Situation zu retten. Um das beste daraus zu machen, begann ich Gedankengänge zu sortieren und wieder zu verwerfen, ja vereinzelt waren es wahre Kapriolen mit denen ich jonglierte, bis ich auf einmal blitzschnell reagierte und einen mir seit Jahren bekannten Gastwirt der Bürgerstube in Nürnberg-Langwasser anrief.

Das neue Domizil

Mann sitzt lachend vor dem PC
Ohne ein großes Hehl draus zu machen, erzählte ich ihm von unserer Misere, dem Verlust unserer Stammkneipe und in wie weit er Interesse hätte mit uns, den Frankenfreaks, eine Partnerschaft einzugehen, die natürlich mit vielen Forderungen/Vergünstigungen einher geht, da wir ja in unserem Clublokal dem ehemaligen Maze, kostenlos surfen konnten.

Lange Rede kurzer Sinn - ich fragte noch, ob ich heute Nachmittag mit einer Abordnung bei ihm zu einer allgemeinen Besichtigung und Begutachtung seiner Lokalität mit den Mitgliedern auftauchen darf und verabschiedete mich mit der Ankündigung, dass wir höchstwahrscheinlich noch heute vorbeikommen würden.

Mit dieser Hiobsbotschaft im Bauch ging ich also 6 Stunden schwanger, bis wir gegen 14.30 Uhr zum Maze nach Fürth fuhren und mit den weiteren Teilnehmern vor die verschlossene Tür des Maze traten.

Wohin nun?

Plakat mit Notizen drauf
An der Tür war auf einem DIN A4 Blatt in handschriftlicher Form die Mitteilung zu lesen,
dass das Maze ab gestern wegen Insolvenz geschlossen ist.

So, jetzt war die Katze aus dem Sack und ich konnte den 13 anwesenden Mitgliedern anhand der mitgebrachten E-Mailkopie zeigen, dass mir seit bereits heute morgen 8.00 Uhr die Sache bekannt war.

"Und was machen wir jetzt? Wie wollen wir weiter vorgehen?" Ich hatte zuhause wohlweislich zwei Plakate geschrieben eines auf dem wir uns alle im Caferestaurant von IKEA treffen wollten und ein zweites, welches auf unsere Odyssee bzw. Erkundungsfahrt in das von mir heute morgen
telefonisch kontaktierte Restaurant der Bürgerstube in Nürnberg-Langwasser hinweisen sollte.

Es gefällt

Gesellige Runde am Tisch
Nach einhelliger Meinung aller Anwesenden entschieden wir uns für das Plakat 2, welches umgehend an der Tür festgemacht wurde und bildeten Fahrgemeinschaften um die Bürgerstuben aufzusuchen, welche für die hier Einheimischen in Fürth natürlich genau in der anderen Richtung, nämlich das Gemeinschaftshaus in Nürnberg-Langwasser, südöstlich von Fürth liegen.

Gesagt getan! Wir trafen uns alle wieder in der Bürgerstube und waren bisweilen auf 15 Teilnehmer angewachsen. Da einige unserer Mitglieder das Gemeinschaftshaus über einen anderen Eingang betraten, fanden sie auch gleich einen TOP-Computerraum, über welchen natürlich in diesem Zusammenhang gleich diskutiert wurde. Die uns zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten, das relativ sehr große Nebenzimmer der Bürgerstube, wurde von den Anwesenden für gut befunden.

Das nächste Treffen

Der Gastwirt der Bürgerstube
Die Möglichkeitn den Computerraum zu bekommen, wurde uns in Aussicht gestellt, wobei ich hier gebeten wurde alle erdenklichen Erkundigungen einzuholen.

Im Laufe des Nachmittags kam dann auch Dieter Haubner der Gastwirt der Bürgerstube, welcher seit über einem Jahr ein Mitglied der Frankenfreaks ist und so konnten wir über alle unsere Probleme und Wünsche mit ihm verhandeln und noch offene Fragen für unser nächstes Treffen zurückstellen, welches wir bei ihm für Montag den 05.04.2004 ankündigten und bereits mit seinem wohlwollenden Entgegenkommen bestätigt wurde.

Ganz nach dem Motto: Das Maze ist out, es lebe die Bürgerstube!

Eigentlich eine Geschichte wie im Märchen, wo alle Wünsche in Erfüllung gehen, oder wie meine lebenslange persönliche Einstellung, eben meine Maxime, die da lautet: "Nicht nachgeben erzwingt alles (fasst alles)".

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